Marktsituation und FIMOLO Positionierung

Ein Alarm auf dem Smartphone, wenn ich meine Handtasche im Café vergesse. Eine personalisierte push Nachricht im Ladenlokal, Indoor-Navigation und Bezahlsysteme. All das sind Anwendungsfälle mit Beacons, zu denen es schon ausgereifte Soft- und Hardwarelösungen gibt. Im Bereich Objekttracking mittels Beacons sieht es jedoch mau aus. Es existieren lediglich sehr teure (z.B. Ubisense System mit Kosten pro Raum von etwa 15.000 Euro) und aufwändig zu installierende Systeme zur Positionsbestimmung von Objekten.

Technologien im Bereich Indoor Positionsbestimmung
– Lasersysteme (z.B. iGPS http://www.nikonmetrology.com)
– Infrarot (z.B. Active Badge http://www.cl.cam.ac.uk)
– Radiosignalen und Ultraschallwellen (z.B. Cricket http://cricket.csail.mit.edu/)
– WLAN (z.B. WiPS http://citeseerx.ist.psu.edu/ oder Microsoft Radar http://indoor-ortung.de/systeme/microsoft-radar/)
– UWB (z.B. Ubisense http://ubisense.net/de)

Als weitere konkurrierende Technologie sollte RFID genannt werden. Gerade in den Bereichen Verleihsysteme, Bestandsüberwachung und Diebstahlsicherung wird diese Technologie intensiv genutzt. Der große Vorteil gegenüber der Beacon Technologie ist die mögliche Passivität der RFID Transponder. Ein passiver Transponder kann ohne eigene Energiequelle genutzt werden – zum Senden der Daten dient Energie aus den empfangenen Funkwellen des Lesegerätes – und ist somit in der Anschaffung und dem Betrieb wesentlich günstiger und in der Bauart kleiner.
Nachteil gegenüber der Beacon-Technologie ist die geringere Reichweite der passiven Transponder (Beacon ca. max. 30 Meter, passiver RFID Transponder ca. max. 6 Meter ) und die verbreitete Verfügbarkeit von BLE in Smartphones. So kann im FIMOLO System zum Beispiel jedes Smartphone als Trackable Object fungieren, indem es einen Beacon imitiert.

Relevante Blogs zu den Themen Beacon und Indoor-Ortung
– http://www.beaconblog.de/
– http://beekn.net/
– http://ibeaconsblog.com/
– http://blog.lighthouse.io/
– http://www.beacontechnologies.com/blog/
– http://www.ibeacon.com/
– http://www.raspberry-pi-geek.de/
– http://indoor-ortung.de/

Relevante Konferenzen & Messen
– http://www.beaconsummit.de/ (Hamburg, 27.01.16)
– http://www.euroshop.de/ (Düsseldorf, 5. – 9.3.17)
– http://www.cebit.de/ (Hannover, 14. – 18.03.16)
– http://www.dmexco.de/ (Köln, 14. – 15.09.16)

Positionierung FIMOLO
FIMOLO soll als preiswerte Lösung, welche bestehende Technologien nutzt, einfach zu installieren und modular aufgebaut ist, diese Marktlücke schließen.

Preiswert
Auch wenn die genauen Systemkomponenten noch nicht definiert wurden, soll folgende grobe Kostenaufstellung einen ersten Eindruck über die Kosten liefern.
Ein Beacon kosten derzeit zwischen 20 und 35 Euro. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Kosten in den nächsten Monaten noch sinken werden, ist dies der kostenintensivste Teil des Systems. Denn bei vielen Anwendungsfällen kann es schnell zu 200 bis 500 zu erfassenden Objekten kommen.
Die Tracker bestehen aus Einplatinencomputern mit Bluetooth- und WLAN-Modul, Netzteil, Gehäuse und teilweise Displays. Die Kosten belaufen sich auf grob 20 – 150 Euro pro Tracker.

Bestehende Technologien
Die Beacon Technologie auf Basis von BLE ist bereits mit vielen Smartphones (Android seit Version 4.3 und iOS seit Version 5) kompatibel. Somit kann jedes aktuelle Smartphone einen Beacon imitieren und somit als Trackable Object fungieren.

Einfache Installation
Einstecken und benutzen. Ohne umständliche Hardware- oder Software-Installationen. Das ist der Anspruch den sich das FIMOLO Team selbst gesteckt hat.

Modularer Aufbau
FIMOLO wird derzeit modular konzipiert. Das heißt zum einen, dass Hard- und Software möglichst unabhängig voneinander funktionieren, was den Vorteil hat, dass Hardware beliebig ausgewechselt werden kann. Zum anderen werden die einzelnen Komponenten (Tracker und Trackable Object, Datenbank und API und Plattform) modular entwickelt. So können ggf. nur einzelne Module des FIMOLO Systems von Firmen genutzt werden und in bestehende Systeme integriert werden.